Nervenkitzel gesucht? Der Blaue Käfer gehört zu den Linien, die man nicht einfach klettert – man erlebt sie.
Sechs Seillängen, durchgehend ausgesetzt, bis 6a+, ziehen sich in konsequenter Linie durch die Wand und führen direkt in den Bereich des Wachholderbands. Kein Ausweichen, kein „dazwischen“ – nur klare, steile Kletterei, permanent über dem Abgrund.
Dann die 3. Seillänge: der Moment, der alles verändert. Der Einstieg wirkt wie aus einem Adlerhorst, ausgesetzt über der saugenden Tiefe. Von dort geht es direkt hinaus – rund fünf Meter frei ins Leere.
Und wenn man glaubt, der Höhepunkt sei erreicht, kommt der zweite Teil: der Rückweg. Die Abseilerei durch den stark überhängenden Kessel zurück zum Einstieg ist kein Abstieg im klassischen Sinn, sondern ein Erlebnis für sich. Ohne Fixseile wäre der Rückweg abgeschnitten. Über akrobatische Hangelpassagen erreicht man – teils frei hängend – die Standplätze. Wer glaubt, schon alles erlebt zu haben, wird hier neue Massstäbe setzen.
Der Blaue Käfer ist keine Tour für „mal schnell zwischendurch“. Wer einsteigt, unterschreibt einen Tag, den man nicht mehr vergisst.